Rechtliche Bestimmungen

Sende- und Empfangsanlagen, Antennen also, unterliegen in Deutschland dem Telekommunikationsrecht, dass heißt, vor allem dem Telekommunikationsgesetz (TKG). Oberster Grundsatz ist demnach das Fernmeldegeheimnis. So regelt der § 86 des TKG, dass mit einer Funkanlage nur Nachrichten abgehört werden dürfen, die für den Betreiber der Funkanlage, die Allgemeinheit oder einen unbestimmten Personenkreis bestimmt sind. Der Inhalt unrechtmäßig empfangener Nachrichten sowie die Tatsache ihres Empfangs dürfen, auch wenn der Empfang unbeabsichtigt geschieht, anderen nicht mitgeteilt werden.

Ortsfeste Funkanlagen bedürfen zudem ab einer bestimmten Größe der baulichen Genehmigung. Das könnte im Zweifelsfall für freistehende oder überdimensionierte, auf dem Dach montierte Anlagen zum Rundfunk- oder Fernsehempfang zutreffen. Einzuhalten sind diverse Vorschriften zur Vermeidung von Elektrosmog, also die elektromagnetische Umweltverträglichkeit oder auch die Beeinträchtigung anderer Funkanlagen betreffend. Auskünfte erteilt diesbezüglich die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen in Bonn (bundesnetzagentur.de). Im Zweifelsfall ist der Fachbetrieb für Elektroinstallation und Antennenbau für die von ihm errichtete Anlage verantwortlich.


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